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Grebenau: Großer Schritt zur doppelten Buchführung
Grebenau (R.) . Die Stadt Grebenau geht einen weiteren Schritt in Richtung doppelte Buchführung. Zur Erstellung der Eröffnungsbilanz muss dass gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen der Stadt erfasst werden. Hierzu gehören auch Straßen, Wege, Plätze, Brücken, Grund und Boden sowie die Gebäude. Diese Positionen stellen den größten Teil des Sachanlagevermögens der Stadt Grebenau dar. Um diese Werte möglichst realistisch zu ermitteln, hat die Stadt Grebenau die OVAG Friedberg in Verbindung mit der Firma A.D.N. Consulting aus Pohlheim beauftragt, die Mitarbeiter der Kommune bei der Ermittlung der Werte zu Unterstützen. Pia Susanne Becker, Geschäftsführerin der Firma A.D.N Consulting stellte mit dem Mitarbeiter Siegmar Lorenz und Michael Keller die Vorgehensweise vor. Die Firma A.D.N. Consulting hat mit den Rechnungsprüfungsämtern ein revisionssicheres Verfahren entwickelt und dies bereits bei mehr als 30 Kommunen erfolgreich umgesetzt. Die Stadt Grebenau hat 25 km Straßen, ca. 30 Brückenbauwerke, 1.700 Flurstücke und 43 Gebäude. Die Straßen und Gebäude wurden von Fachingenieuren vor Ort begutachtet und anhand des Zustandes, sowohl technisch als auch monetär bewertet. Dazu wurden diese in Zustandsklassen eingeteilt, und aufgrund des Zustandes nach dem Niederstwertprinzip der Restwert ermittelt.
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Im Rathaus: Siegmar Lorenz, Pia Susanne Becker, Michael Keller, Jürgen Ackermann |
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Die Stadt Grebenau hat nun nicht nur die Werte für die Eröffnungsbilanz, sondern auch eine Straßenzustandskataster, eine Übersicht über den Zustand der Brücken und eine Inventurliste der Flurstücke. Bisher standen diese Informationen in dieser Detaillierung nicht zur Verfügung. Die erarbeiteten Ergebnisse ermöglichen nun, den Finanzierungsbedarf der nächsten Jahre zu planen, um die vorhanden Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Die Ergebnisse werden in dem Geographischen Informatiionssystem (GIS), „INGRADA web“, der Stadt Grebenau dargestellt und können nun mit den Ergebnissen der Kanaluntersuchung überlagert werden. Dies ermöglicht, einen Prioritätenplan für die anstehenden Sanierungsmaßnahmen zu erstellen. Durch die doppelte Buchführung wird sich in Zukunft der Werteverzehr in der Bilanz niederschlagen, und die Entscheidungen der Gemeinden werden sich auf lange Zeit in der Bilanz auswirken. Daher ist die richtige Bewertung des Vermögens und die Sonderwertberichtigung nach dem Niederstwertprinzip ein wichtiger Baustein zur Einführung der doppelten Buchführung. Dies verringert die jährliche Abschreibung und erhöht in Zukunft den finanziellen Spielraum. |