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Grebenau: Inlinersanierung kostet fast 200.000 € - Umsetzung der Eigenkontrollverordnung – Alle Stadtteile betroffen
GREBENAU(R.) Gelbe Großfahrzeuge fahren derzeit im Gründchen umher, Männer in weißer Schutzkleidung schauen aus Kanaldeckeln – die äußeren Umstände könnten auch für einen zwielichten Spielfilm herhalten – es tut sich offensichtlich was in den Straßen von Grebenau: Eine der größten Kanalsanierungen der letzten Jahre wird derzeit von der Firma Umwelttechnik und Wasserbau aus Frankfurt umgesetzt. Die Eigenkontrollverordnung (EKVO) zwingt alle hessischen Städte und Gemeinden, ihre Kanäle zunächst zu überprüfen und anschließend, nach Schadensklassen gestaffelt, wieder instand zu setzen.
Vor diesem Hintergrund hatte der Magistrat, vor Ort vertreten durch Bürgermeister Jürgen Ackermann und 1. Stadtrat Klaus Krug, eine öffentliche Ausschreibung vorgenommen und nach Auswertung der Submissionsergebnisse durch Dipl.-Ing. Andreas Möller vom Ingeneurbüro Müller/Schöneck den Auftrag an die Frankfurter Firma vergeben. „Fast 200.000 € kost die Inlinersanierung“, machte der Grebenauer Bürgermeister nochmals den Sachverhalt deutlich. Das relativ neue Sanierungsverfahren, auch als geschlossene Bauweise bezeichnet, bedeute, dass im Stadtgebiet lichtgehärtete Schlauchliner in unterschiedlichen Dimensionen eingebaut würden. „Notwendig ist die Sanierung der Kanäle aufgrund von starker Betonkorrosion oder undichten Rohrverbindungen. Die Gesamtlänge beträgt rund 550 Meter“. Bei dem Schlauchliner handele es sich um einen glasfaserverstärkten Kunststoff. Dieser werde zur Baustelle transportiert, im noch verformbaren Zustand werde der Schlauchliner in den zu sanierenden Kanal eingezogen. „Anschließend wird er mit Druckluft aufgestellt und mit ultraviolettem Licht ausgehärtet“, machte Dipl.-Ing. Andreas Möller den beiden Kommunalpolitikern den Sachverhalt klar. Der Einbau dauere pro Kanalhaltung ca. vier Stunden. Nach erfolgter Aushärtung würden die Kanalanschlüsse mit Robotern geöffnet und an den Kanal angebunden. „Die Haltbarkeit der Sanierung mit Schlauchlinern beträgt ca. 40 bis 50 Jahre und stellt eine wirtschatliche Alternative zur Kanalerneuerung in offener Bauweise dar.“
Während in Grebenau die Alsfelder Warte, der Friedhof, die Pfarrgasse und die Bahnhofstraße in Richtung Raiffeisenlager im Auftragsbuch der ausführenden Firma stehen, wird in Bieben derzeit in der Brunnen- und Lingebacher Straße gearbeitet. Hohl- und Kleinfeldweg sind in Schwarz angezeigt, während in Eulersdorf die Mühlstraße „ausgekleidet“ wird. Bürgermeister Jürgen Ackermann und 1. Stadtrat Klaus Krug sind sich sicher: Bis Ende nächster Woche ist das Inlinerverfahren abgeschlossen.
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