Jürgen Ackermann seit 40 Jahren in der SPD
Anfängliche Aufnahme schwierig
Blitzbesuch beim Bürgermeister: Steffen Krug (links) und Klaus Weitzel (rechts) gratulieren Jürgen Ackermann im Beisein seiner Ehefrau Anette zur 40-jährigen Mitgliedschaft in der SPD
Sehr erstaunt zeigten sich Anette und Jürgen Ackermann, hatten sie eigentlich keinen Besuch erwartet, umso überraschter waren beide, als eine Abordnung der hiesigen SPD an der Haustür klingelte. „Wir wollen unserem langjährigen Kollegen zu seiner 40-jährigen Mitgliedschaft gratulieren“, machte Ortsvereinsvorsitzender Klaus Weitzel die Situation dem Grebenauer Rathauschef deutlich. In Begleitung des designierten stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Steffen Krug dankten die sozialdemokratischen Repräsentanten ihrem Kollegen für die jahrzehntelange Treue.
Bei einem Glas Sekt ließ der Jubilar die vergangenen 40 Jahre aus dem Blickwinkel seiner Mitgliedschaft Revue passieren. „Ich habe im Sommer 1971 im Ortsverein Gießen Nord einen Aufnahmeantrag gestellt.“ Dieser Ortsverein, bei dem auch der hessische Vorsitzender der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, seine politischen Anfangsjahre verbracht hatte, war in den 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts „sehr bürokratisch“ strukturiert. So habe man für die Prüfung des „Aufnahmeantrages“ fast ein halbes Jahr benötigt mit der Folge, dass eine Mitgliedschaft erst im Januar 1972 festgestellt wurde. „Dies geht heute bei uns natürlich schneller“, scherzte Klaus Weitzel gegenüber seinen Vorstandsmitgliedern.
Steffen Krug, der seit langen Jahren gleichfalls der SPD zur Seite steht und ebenso seine beruflichen Erfahrungen als Personalleiter bei der Deutschen Bahn AG als auch seine politischen Erfahrungen sowohl im Ortsbeirat als auch im Stadtparlament einbringt, dankte dem Grebenauer Bürgermeister für seine jahrzehntelange Treue. „Wir sind auch ein wenig stolz darauf, dass aus den Reihen der Grebenauer SPD der Kreistagsvorsitzende gestellt wird.“
Die kreispolitische „Karriere“ des Jubilars begann 1993, seitdem sind zahlreiche Fraktions- und Ausschuss-Sitzungen absolviert worden. Zu den eher besonderen Aufgaben Ackermanns zählte unter anderen, einem Wahlvorbereitungsausschuss vorzustehen, der die Wahl des 1. Kreisbeigeordneten Rudolf Marx zu koordinieren hatte. „Das kommt uns hinsichtlich des aktuellen Bezuges irgendwie bekannt vor“, merkte hierzu Fraktionsvorsitzende Anette Ackermann mit Blick auf die Kreispolitik mit einem Augenzwinkern an. Nach Jahren als (stellvertretender) Fraktions- und Kreistagsvorsitzender habe der Kreistag im Mai vergangenen Jahres den Jubilar an die Spitze des Parlamentes gewählt.
Vier Bürgermeisterwahlen, darunter drei Direktwahlen, würden die Bilanz des seit 21 Jahren tätigen Rathauschefs eindrucksvoll unterstreichen. „Dass er in seinem unmittelbaren Umfeld mit seiner Ehefrau auch noch die hiesige Fraktionsvorsitzende hat, ist eine besondere Note in unserem Gründchen“, schloss Steffen Krug scherzhaft den offiziellen Teil.